






132K Ü C H E N M A G A Z I N 2 0 2 6 / / A U F E I N W O R T Fotos: Dall-E IMPRESSUM Herausgeber: musterhaus küchen Deutschland GmbH & Co. Marketing für Küchen-Industrie und -Handel KG, Hans-Strothoff-Platz 1, 63303 Dreieich // Objektverantwortung: Volker Klodwig (Vorstandsvorsitzender), Alexandra Köhnen, Hannah Fleckenstein, Diane Wuttke, Andrea Gärtner – MHK Group AG // Objektleiter: Gerd Giesler // Chefredaktion: Ute Laatz // Art Direktion: Timo Eberl // Produktion: Tina Probst // Redaktion: Sebastian Bütow, Inga Braun, Claudia Götz, Sven Hasselberg, Nicole Knaupp // Schlusskorrektur: Nicole Grinzinger, Maike Zürcher // Bildredaktion: Markus Hirner, Jürgen Stoll // Reprografie: page @ picture, München // Verlag: Journal International The Home of Content GmbH, Kistlerhofstr. 70, 81379 München, T. +49 89 69 31 39 6-0 // Geschäftsführung: Gerd Giesler, Stefan Endrös // Druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH, Leibnizstraße 5, 97204 Höchberg IN EIGENER SACHE: Um unsere Inhalte möglichst lesefreundlich zu gestalten, verwenden wir in unserem Magazin das generische Maskulinum. Wir möchten betonen, dass wir diese verkürzte Sprachform geschlechtsneutral und aus rein redaktionellen Gründen nutzen. Sie beinhaltet keine Wertung. REINE STILFRAGE Eine neue Küche! Allein der Gedanke löst bei allen Bewohnern eines Haushalts aufgeregte Freude aus. Und was die zukünftige Optik an- geht, liegt man doch angesichts eines jahrelang gewachsenen Interieurs geschmacklich auf einer Wellenlänge. Oder etwa nicht? s fing ganz harmlos mit der Er- kenntnis an, dass unsere Küche in die Jahre gekommen ist. Ich weiß nicht, warum man so ausdau- ernd ignorieren kann, dass die Schranktüren mehrere wirklich häss- liche Macken haben, die sich nicht als Patina schönreden lassen, sich die Kühlschranktür nur mit einem ge- wieften Trick schließen lässt und die Abzugshaube eindeutig mehr Lärm verursacht, als dass sie ihrer Aufga- be, für gute Luft zu sorgen, nach- kommt. Wir haben wirklich lange gnä- dig über all die Makel hinweggesehen und auch Freunde kannten den Move mit dem leichten Anheben der Kühl- schranktür genauso, wie sie ganz selbstverständlich mit uns während dampfintensiver Bratvorgänge die Stimme erhoben, um gegen das wie von Rotorblättern eines Hubschrau- bers verursachte surrende Geräusch der Esse anzubrüllen. Verqualmt war der ganze Raum trotzdem. Kurzum – eines Abends fi l der alles entschei- dende Satz. „Du, Schatz, ich glaube, es ist Zeit für eine neue Küche.“ Auf inneren Jubel folgten rasche Taten und der Termin im Küchenstudio un- seres Vertrauens war vereinbart. Schon auf der Hinfahrt schwärmte ich von mattlacken Fronten in sanf- ten Sandtönen, Arbeitsflächen in Steinoptik und dazu schwarzen Kü- chengeräten. Ich hörte meinen Mann murmeln, dass ihm unsere Holzkü- che immer sehr gut gefallen habe, tat jedoch die Bemerkung lapidar ab – alles zu seiner Zeit. In der Ausstellung musste ich dann aber feststellen, dass sich unsere Wege schnell trenn- ten. Während ich auf einen Traum in seidigem Champagnerton mit ele- gant grifflosen Fronten zusteuerte, driftete mein Göttergatte in Richtung moderner Landhausstil ab. Der arme Berater hätte sich glatt zweiteilen müssen, um uns gerecht zu werden. Mit der ihm eigenen Autorität, freund- lich, aber bestimmt bat er uns schließlich, auf einen Kaffee Platz zu nehmen. Psychologisch geschult, analysierte der Mann unsere jeweili- gen Vorstellungen von der Traum- küche, wog ab, lieferte Argumente mal zugunsten der einen, mal der an- deren Seite, als wären wir bei der Ute Laatz << Paartherapie. Um einen gemeinsa- men Nenner zu finden, schoben wir unter der fachmännischen Anleitung Materialmuster hin und her, wälzten Kataloge mit nur auf den ersten Blick gleich aussehenden schwarzen Plan- quadraten alias Kochfeldern und lie- ßen uns über die Vor- und Nachteile von Naturstein versus Holz versus Verbundmaterial aufklären. Womög- lich waren wir ein schwerer Fall, aber zwei intensive Beratungsgespräche – aus denen wir jeweils mit einer Ta- sche voller Musterplatten, Aufmaß- plänen und Gerätekonfigurationen zu buchstäblichen Hausaufgaben ent- lassen wurden – und einige Wochen Produktionszeit später war der Tag gekommen. Nicht nur unsere Freun- de staunten über die Perfektion in warmem Messington geölter Eichen- fronten und der natürlichen Haptik einer Arbeitsplatte in Travertinoptik, die das neue mattschwarze Kochfeld mit integriertem flüsterleisem Wra- senabzug rahmt. „Das ist ja wirklich voll euer Stil. Schlicht und gemütlich zugleich“, attestierten die Gäste und bewunderten unseren kompromiss- los guten Geschmack. Wir warfen uns verschwörerische Blicke zu und be- fanden unisono: „Top-Küchenstudio. Die haben sofort verstanden, was wir wollten. War wirklich alles ganz easy.“ E Bildnachweise BALLERINA (21,31,36,118), BAUFORMAT/BURGER (10,30,38,39,40), ELICA (42), HAECKER (22,24,31,32,36,37,38,39,75), LEICHT (24,32,40,75,118), NEXT125 (24,40,41,66,92), NOBILIA (20,36,38,39,40,42,75), NOLTE (18,19,20,22,30,31,32,34,36,41,66,75,91,92), SACHSENKUECHEN (24,74), SCHUELLER (36,40,90,91,92)