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DE musterhaus k chen Magazin 2026 150dpi final

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84 K Ü C H E N M A G A Z I N 2 0 2 6 / / K O C H E N & G E N I E S S E N Sekt galt hierzulande lange Zeit als das Nebenprodukt der Winzer. Dies hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert: Immer mehr deutsche Sekt- macher konkurrieren mit den besten Schaumweinen aus der Champagne. Diese vier Produzenten verdienen besondere Aufmerksamkeit, findet unser Autor. DEUTSCHE PERLEN Die Neuentdecker Krack Respekt vor der Natur ist Christian und Anna Krack bei der Sektherstellung wichtig. I m pfälzischen Deidesheim hat sich das Sekthaus Krack als Neuling in der deutschen Sektlandschaft etabliert. Anna und Christian Krack haben eine klare Mission: Sie wollen höchste Qualität mit innovativen Ideen verbinden. Im Jahr 2015 beginnen sie, ihre eigenen Sekte zu entwickeln – und das zu Preisen von weniger als 20 Euro. Die Rebsorte Riesling ist für die Kracks von besonderer Bedeutung: Anna und Christian sind Teil einer Bewegung deutscher Winzer, die das Potenzial des Rieslings neu entdeckt haben. „Man muss die Tradition lieben, aber auch bereit sein, sich neu zu erfi nden“, sagt Anna Krack. Diese Einstellung spiegelt sich im Sekt der Kracks wider. Das Ehepaar ist sich sicher, dass es erst am Anfang seiner Reise steht, eine neue Sektkultur zu etablieren. Unser Autor fi ndet: Dies sind Winzer, die für klare, ungeschminkte Aromen stehen und die neue deutsche Sektlandschaft entscheidend mitgestalten.
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85 Die Sektpioniere Raumland Eine Familie, die sich dem Sekt verschrieben hat: Volker Raumland mit seinen Töchtern Katharina und Marie-Luise (rechts). V olker Raumland hat – da ist sich die Branche einig – den deutschen Sekt geprägt wie kaum ein anderer. In den 1980er-Jahren wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit, um den heimischen Produkten zu mehr Ansehen zu verhelfen. „Ich wollte den Menschen zeigen, dass auch deutscher Sekt von höchster Qualität sein kann“, sagt er. Im Jahr 1990 erwirbt er gemein- sam mit seiner Frau Heide Rose eine alte Villa im rheinhessi- schen Flörsheim-Dalsheim, umgeben von vier Hektar Weinreben. Später kommen weitere sechs Hektar aus dem elterlichen Betrieb hinzu. Ein entscheidender Wendepunkt ist die Ankunft von Carole Lefebvre im Jahr 1997, die als Praktikantin aus der Champagne zu den Raumlands kommt. „Ich habe sie einfach machen lassen“, so Raumland. Aus dem geplanten halben Jahr werden schließlich sieben Jahre, in denen er viel von ihr lernt, auch bei gemeinsamen Reisen in die Champagne. Mit seinen Sekten erntet Raumland immer wieder Bewunderung. Besonders die erste Cuvée, die 2004 auf den Markt kommt, beweist das enorme Potenzial, das in deutschen Schaumweinen steckt. „Ich möchte, dass beim Trinken Gefühle entstehen“, erklärt er. Raumland weiß um die Qualität und Vielfalt seiner Weine und gibt sein Wissen gern weiter. Nahezu jeder namhafte Sektmacher in Deutsch- land hat einmal bei ihm die Kunst des Sektmachens gelernt. „Der Markt ist groß genug und es ist großartig, wenn deutschem Sekt mehr Aufmerksamkeit zuteilwird.“ Unser Autor findet: Raumlands Sekte zeichnen sich durch eine feine Perlage und reiche, komplexe Aromen aus. Besonders gefällig sind die sorgfältige Auswahl und die präzise Verarbeitung.

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85 Die Sektpioniere Raumland Eine Familie, die sich dem Sekt verschrieben hat: Volker Raumland mit seinen Töchtern Katharina und Marie-Luise (rechts). Volker Raumland hat – da ist sich die Branche einig – den deutschen Sekt geprägt wie kaum ein anderer. In den 1980er-Jahren wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit, um den heimischen Produkten zu mehr Ansehen zu verhelfen. „Ich wollte den Menschen zeigen, dass auch deutscher Sekt von höchster Qualität sein kann“, sagt er. Im Jahr 1990 erwirbt er gemein- sam mit seiner Frau Heide Rose eine alte Villa im rheinhessi- schen Flörsheim-Dalsheim, umgeben von vier Hektar Weinreben. Später kommen weitere sechs Hektar aus dem elterlichen Betrieb hinzu. Ein entscheidender Wendepunkt ist die Ankunft von Carole Lefebvre im Jahr 1997, die als Praktikantin aus der Champagne zu den Raumlands kommt. „Ich habe sie einfach machen lassen“, so Raumland. Aus dem geplanten halben Jahr werden schließlich sieben Jahre, in denen er viel von ihr lernt, auch bei gemeinsamen Reisen in die Champagne. Mit seinen Sekten erntet Raumland immer wieder Bewunderung. Besonders die erste Cuvée, die 2004 auf den Markt kommt, beweist das enorme Potenzial, das in deutschen Schaumweinen steckt. „Ich möchte, dass beim Trinken Gefühle entstehen“, erklärt er. Raumland weiß um die Qualität und Vielfalt seiner Weine und gibt sein Wissen gern weiter. Nahezu jeder namhafte Sektmacher in Deutsch- land hat einmal bei ihm die Kunst des Sektmachens gelernt. „Der Markt ist groß genug und es ist großartig, wenn deutschem Sekt mehr Aufmerksamkeit zuteilwird.“ Unser Autor findet: Raumlands Sekte zeichnen sich durch eine feine Perlage und reiche, komplexe Aromen aus. Besonders gefällig sind die sorgfältige Auswahl und die präzise Verarbeitung.